Orgelporträt

Die Orgel in der Klosterkirche „Zu unserer lieben Frau“ (kurz „U.L.F.“) steht ebenerdig. Nachdem das Vorgängerinstrument auf der niedrigen Orgelempore wohl klanglich nicht mehr befriedigen konnte, hat man sich ganz bewusst dazu entschieden, die Orgel an die linke Seitenwand im vorderen Bereich der Kirche zu platzieren. Dadurch entsteht ein inspirierendes Interagieren zwischen Organist und Gemeinde: Die Gemeinde sieht den Musiker „bei der Arbeit“, der Musiker hört die Gemeinde direkt und unmittelbar beim Singen. Außerdem ist das gesamte Instrument mit seinem schön gestalteten Prospekt so von allen Kirchenbesuchern in Gänze gut zu sehen.

Die Orgel der Klosterkirche wurde am 11. März 1984 in einem festlichen Gottesdienst eingeweiht. Klanglich orientiert sie sich eher an einem barocken Vorbild. Trotzdem besitzt sie auch einige Elemente, die eine Darstellbarkeit romantischer und zeitgenössischer Orgelliteratur entgegenkommt. So wurde das zweite Manual mit einem Schweller versehen und es enthält für die französisch-romantische Orgelmusik das wichtige Zungenregister „Hautbois“. Eine Besonderheit ist der reiche Terzchor im Hauptwerk: Dort findet sich sowohl eine Terz 1 3/5′ wie auch ein vierfaches Cornett, das ebenso ein Terzregister enthält.

Optisch nehmen die Schleierbretter(Schnitzereien vor und über den Pfeifen) geschickt die filigrane Fenstergestaltung der gegenüberliegenden Glaswand auf. Als im Jahr 2001 die Kirche renoviert werden musste und auch eine Reinigung der Orgel fällig war, hat diese Arbeiten die Orgelbaufirmna Späth übernommen. In diesem Zuge wurde die Setzeranlage erweitert und die Intonation der Orgel noch charakteristischer angelegt.

Technische Daten

  • Erbauer:  Orgelbau Gebrüder Oberlinger / Nach einer Reinigung 2001 nach – und neuintoniert durch die Firma Späth
  • Baujahr: 1984
  • Traktur: Mechanische Tontraktur / kombinierte Registertraktur (mechanisch/ elektrisch)
  • Manuale/Pedal: 2 Manuale und Pedal
  • Anzahl der Pfeifen: ca. 1700
  • Die Orgel steht ebenerdig. Der Organist kommt daher stets wohlausgeruht und ohne außer Puste zu sein an seinen Arbeitsplatz

Besonderheiten

Die Orgel besitzt eine Setzeranlage mit ca. 4000 Speicherplätzen, um Registrierungen abzuspeichern.

Mehr sehen und auch hören können Sie im folgenden Video von Christian Gerharz: